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Peru

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Peru images6 ist das drittgrößte Land Südamerikas. Geprägt wird das Land durch eine große landschaftliche Vielfalt: zwischen den schneebedeckten Anden, die Höhen von über 6.000 Metern erreichen, der lieblichen Atlantikküste, dem schwülheißen Amazonasgebiet im Osten und dem kargen Altiplano-Hochland im Südosten findet fast jeder Naturliebhaber seine Nische.

Ebenfalls ist Peru ein beliebtes Ziel von Kulturreisenden. Die weltberühmten archäologischen Stätten, die kolonialen Zentren der Städte und die lebendige synkretistische Volkskultur mit ihren bunten Festen ziehen besonders seit dem Ende des Guerillakampfs in den 90er Jahren zahlreiche Menschen aus aller Welt an.

Geographie

Das Land grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien und Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Südpazifik.

Die Gebirgskette der Anden teilt das Land in eine scharf abgegrenzte Ost- und Westhälfte. Während die Westhälfte trockenes Klima hat und weitgehend vom kalten Humboldtstrom geprägt ist (es ist etwa 10°C kühler als sonst auf diesem Breitengrad üblich), ist die Osthälfte mit Ausnahme des äußersten Südostens (dem Altiplano) vom Amazonas beeinflusst. Der Amazonasraum nimmt den größten Teil des Landes ein, ist jedoch nur dünn besiedelt. Auch die meisten touristischen Attraktionen befinden sich in der Westhälfte oder in den Anden selbst.

Die höchsten Andengipfel liegen in der Cordillera Blanca in der Nördlichen Sierra. Der Huascarán (6.768 m) ist der höchste Berg Perus.

Geschichte

Schon seit etwa 3200 v.Chr. sind Hochkulturen, die Pyramiden und andere Bauwerke hinterließen, nachgewiesen worden. So war es kein Zufall, dass hier um 1200 mit dem Inka-Reich einer der mächtigsten Staaten des präkolumbinischen Amerika entstand. Das Reich expandierte bis 1500 im Süden bis in den norden des heutigen Argentinien und im Norden bis Kolumbien.

Ab 1532 wurde das Inkareich jedoch in kurzer Zeit von den Spaniern in der Konquista eingenommen. Diese machten Lima zur Hauptstadt ihres ersten Vizekönigreichs, das sich über den ganzen Subkontinent erstreckte, und im 18. Jahrhundert schrittweise aufgeteilt wurde. Gleichzeitig entstand 1780 eine erste Unabhängigkeitsbewegung, die jedoch scheiterte. Erst 1821 eroberte der argentinische Freiheitskämpfer José de San Martín auch Peru und ermöglichte damit die Unabhängigkeit des Landes.

Lange umstritten war die Grenzregion zu Chile und Bolivien. Die Feindseligkeiten entluden sich im Salpeterkrieg um 1870, bei dem Peru Bolivien unterstützte, den Sieg Chiles aber nicht verhindern konnte. Nach weiteren Grenzstreitigkeiten musste Peru zeitweise die Region um Tacna und Tarapacá nach dem Friedensvertrag 1883 an Chile abtreten, konnte Tacna aber 1929 wieder zurückerhalten.

Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein war Peru wie viele andere Staaten Südamerikas von großer Instabilität und stetigem Wechsel zwischen rechtsgerichteten und linken Regierungen gepräft. In den 80er Jahren trat zudem die Guerillaorganistation Sendero Luminoso auf den Plan, die bis 1993 Terrorakte auch an der Zivilbevölkerung verübte. In der Regierungszeit von Alberto Fujimori (1990-2000) konnte sich das Land wirtschaftlich stabilisieren und die Guerillaaktivität mit sehr harten, umstrittenen Maßnahmen eingedämmt werden, doch Fujimori verstrickte sich in zahlreiche Korruptionsskandale, so dass er 2000 kurz nach seiner laut der Opposition manipulierten Wiederwahl nach Protesten fluchtartig das Land verließ. Er wurde 2007 verhaftet und wegen Amtsmissbrauch und Menschenrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe verurteilt.

Fujimoris Nachfolger Alejandro Toledo und Alan García konnten die Demokratie weiter festigen, auch wenn sie ebenfalls in diverse Skandale verwickelt waren. Sie brachten das Land jedoch auf einen wirtschaftlichen Wachstumspfad. Die Armutsquote konnte in nur wenigen Jahren zwischen 2003 und 2007 halbiert werden. García will das Land bis 2013 zum Schwellenland aufsteigen lassen und die Armut unter 10 Prozent drücken.



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Klima

In Peru ist trotz der äquatornahen Lage ein deutlicher Jahreszeitenwechsel zu spüren, dabei ist es Winter während des europäischen Sommers. Die Regenzeit dauert von Ende November bis Anfang April.

Die Küstenregion hat ein trockenes, aber sehr wolkiges und nebliges Klima. Im Winterhalbjahr (Mai bis Oktober) gibt es nur wenige Sonnentage, insbesondere in der zentralen Region, und es bleibt trotz des tropischen Breitengrades meist unter 20° C tagsüber. Der Sommer und Frühherbst ist dagegen sehr trocken und angenehm warm. Die Wassertemperaturen liegen wegen des kalten Humboldtstroms deutlich niedriger als man für die Tropen erwarten könnte, sie erreichen nur im Sommer badetaugliche Werte.

Im Altiplano im Südosten regnet es im Winterhalbjahr fast überhaupt nicht, im Sommer dagegen sehr häufig. Die Temperaturen schwanken zwischen Tag und Nacht stark (15°-25°C).

Das Klima der Amazonasebene dagegen ist gleichmäßig das ganze Jahr über heiß und feucht, die Regenzeiten weichen zum Teil von denen im Rest des Landes ab. In Iquitos dauert die „Trockenzeit“ nur von Juni bis September und auch in diesen Monaten regnet es häufig.

(Quelle: wikivoyage)

 
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